Merlot

Merlot1

Merlot

Merlot – diesen klangvollen Namen hat wahrscheinlich selbst jeder erklärte Biertrinker schon einmal gehört. Der rote Wein, welcher zum ersten Mal im Jahr 1783 im französischen Libourne namentlich in Erscheinung trat, ist heute eine der beliebtesten Rebsorten und wird für Rotweine auf der ganzen Welt verwendet. Kein Wunder, denn die er ist nicht nur besonders unkompliziert  im Anbau, sondern bringt auch phantastische Weine hervor, welche darüber hinaus auch noch mit einer Vielzahlt von Speisen harmonieren. Lies in diesem Artikel, woher der Merlot kommt, wie ein Wein hergestellt wird, zu welchem Essen er besonders gut passt und vieles mehr!


Herkunft & Rebart

Wie eingangs bereits erwähnt: seine Heimat hat der Merlot in Frankreich, genauer gesagt in Bordeaux im Südwesten des Landes. Hier scheinen die Böden zwar auf den ersten Blick nicht sonderlich gut für Wein geeignet zu sein – durch einen hohen Anteil von Schotter und Kies in der Erde können sie Wärme jedoch äußerst gut speichern und werden damit zu einer erstklassigen Anbaufläche. Der Merlot ist neben den Sorten Cabernet Sauvignon, Carménère, Malbec, Petit Verdot und Cabernet Franc eine von nur sechs Rebarten, welche für die Rotweine aus dem weltberühmten Weinanbaugebiet Bordeaux verwendet werden dürfen.

Die eigentliche Entwicklung der Rebart liegt auch heute noch im Unklaren – bekannt ist lediglich, dass sie erstmals im 14. Jahrhundert, damals noch unter ihrem alten Namen, „Crabatut noir“, dokumentiert wurde. Eine direkte Verwandtschaft mit der oben genannten Rebe der Sorte Cabernet Franc entdeckten Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Davis. Nach deren Untersuchungen im Jahr 2009 handelt es sich bei Merlot zudem um einen direkten Vorläufer der Sorte Carménère. Diese sind den Rebstöcken des Merlots charakteristisch sehr ähnlich. Gewissermaßen als „Eltern“ des Merlot gelten die Rebarten Cabernet Franc und Magdeleine Noire des Charentes.

Merlot ist eine frühreifend und dadurch ebenfalls spätfrostgefährdete Rebsorte. Die Blätter der Rebe sind ungleich gezackt, ihre Trauben schwarz-blau und im Vergleich mit anderen Beeren eher mittel bis klein in ihrer Größe. Sie sind eher rundlich geformt und weisen lediglich eine dünne Schale auf. Die Rebe wächst schnell und bringt in der Regel einen hohen Ertrag, wodurch sie bei Winzern sehr beliebt ist. Obwohl die Rebe nicht besonders oft von Mehltau befallen wird, ist sie wenig immun gegen den sogenannten „Falschen Mehltau“ und neigt zudem, wegen der dünnen Schale der Trauben, zu Rohfäule.

Der Name Merlot bedeutet übersetzt „Amsel“ (franz. „Merle“; okzitanisch „Merlau“), was laut Experten entweder auf die dunkle Farbe der Trauben (ähnlich dem Gefieder des Singvogels) oder die Tatsache, dass die Amsel sich gern an der Frucht der Reben gütlich tut, zurückzuführen ist.

Merlot ist auch unter einer Vielzahl von anderen, hauptsächlich französischen Bezeichnungen bekannt: Black Alicante, Merlot nero, Sème de la Canau, Bigney, Bidalhe, Bioney, Bordeleza belcha, Bégney, Crabutet noir merlau, Saint-Macaire, Higney rouge, Langon, Plant du Médoc, Médoc Noir, Merlau, Lecchumskij, Merlaut, Merlaut noir, Higney Merle Petite, Merlô, Merlot Noir, Merlot black, Merlot blauer, Petit Merle, Merlou, Odzalesi, Picard, Crabutet, Plan medre, Crabutet noir, Plant Médoc, Sème Dou Flube, Bigney Rouge, Semilhoum rouge, Semilhoun rouge, Vini ticinesi, Sémillon rouge, Alicante noir, Merlott und Vitraille.


Merlot3

Anbauregionen – Frankreich, Italien, Deutschland und Übersee

Die Merlot-Traube wird heute auf der ganzen Welt kultiviert. Damit gehört sie, mit einer Anbaufläche von ca. 200.000 Hektar (Expertenschätzung), zu einer der beliebtesten und am weitesten verbreiteten Rebsorten überhaupt und steht auf Platz sechs der international am häufigsten angebauten Weinarten. Die wichtigsten Länder, in denen die Rebe angebaut wird, sind ihr Heimatland Frankreich (Anbaufläche 116.715 Hektar; Stand: 2008) sowie Italien (ca. 32.000 Hektar; Stand 2008). Aus ihnen stammen daher auch die hochwertigsten Weine mit Merlot, insbesondere auch deshalb, weil die beiden Länder auf die längste Anbautradition zurückblicken können und somit die über die meisten Erfahrungen rund um die Kultivierung der Traube sowie ihrer anschließenden Verarbeitung verfügen.

Aber auch in den USA (in Kalifornien: ca. 19.600 Hektar; Stand 2007), Argentinien (7.310 Hektar; Stand 2005), Chile (13.367 Hektar; Stand 2006), Bulgarien (ca. 15.000 Hektar; Stand 2008), Südafrika (6.719 Hektar, Stand 2007) und Australien (10.764 Hektar; Stand 2008) befinden sich bedeutende Kultivierungsgebiete von Merlot, welche Ernten in stetig anwachsender Qualität liefern. Bei den Südafrikanischen Merlot-Weinen sind besonders jene aus den Anbaugebieten Paarl und Fanschhoek von sehr hoher Qualität, da hier durch ein warmes Binnenklima eine sehr gute Ausgangslage für die Reben entsteht. In den USA ist besonders Kalifornien, speziell Nappa Valley und Paso Robles, für seine Merlot-Trauben hervorzuheben.

Kleinere Anbaugebiete befinden sich weiterhin in Neuseeland (1.447 Hektar; Stand 2007), der Schweiz (1.085 Hektar; Stand 2014) Griechenland, Kroatien, Slowenien, Moldawien und Rumänien sowie Deutschland, wo etwa  0,4 % der Gesamtrebfläche (Stand: 2007) auf Merlot entfallen. Die Anbaugebiete liegen hier an Ahr, Nahe, Mittelrhein und Mosel, an der Hessischen Bergstraße, im Rheingau sowie in Baden, Franken, Rheinhessen, Sachsen, Württemberg, Saale-Unstrut und im Stargarder Land.

In seiner Heimat Frankreich spielt der Merlot insbesondere für die berühmten Bordeauxweine eine tragende Rolle, deren Wert sich unter anderem daran ermisst, wie hoch oder niedrig sich der Anteil von Merlot-Trauben für den entsprechenden Wein darstellt: bei einer langen Reifung überzeugen eher die Bordeauxweine mit einem höheren Cabernet-Anteil, bei kürzerer Reifezeit schneiden jene Weine mit mehr Merlot-Trauben deutlich besser ab.

In diesem Kontext spricht der Kenner über Weine vom „Rechten Ufer“, beziehungsweise vom „Linken Ufer“. Hierbei stammen erstgenannte, wie der Name bereits vermuten lässt, vom rechten Ufer des Flusses Dordogne, genauer aus den Anbaugebieten Pomerol und Saint-Émilion. Hier kommt es zu einem hohen Einsatz von Merlot. Bei den Bordeauxweinen des „Linken Ufers“ handelt es sich dagegen um solche vom linksgelegenen Ufer der Garonne, genauer gesagt, der Halbinsel Médoc, wo  eher der Cabernet die tragende Rolle übernimmt.

Vom „Rechten Ufer“, insbesondere aus den bekannten Anbaubereichen Le Pin und Château Pétrus stammen einige der qualitativ hochwertigsten Bordeauxweine, was besonders den sehr lehm- und sandhaltigen Böden dieses Landstriches zu verdanken ist.

In Italien wird der Merlot vor allem im Anbaugebiet Friuli Isonzo kultiviert, welches sich an beiden Ufern des Flusses Isonzo in der Provinz Gorizia befindet. Es umfasst die Orte Romans Villesse, d’Isonzo, Gradisca d’Isonzo, Turriaco, San Pier d’Isonzo, Moraro, Medea, Mariano del Friuli sowie Teile der Gemeinden Capriva del Friuli, Cormòns, San Lorenzo Isontino, Mossa, Gorizia, Monfalcone, Fogliano di Redipuglia, Farra d’Isonzo, Ronchi dei Legionari, San Canzian d’Isonzo Savogna d’Isonzo, Sagrado, und Staranzano. Der Landstrich unweit der Grenze zu Slowenien verfügt über eine DOC-Zulassung, welche erst im Jahr 2009 verlängert wurde. In Isonzo wurden im Jahr 2014 insgesamt 329 verschiedene Erzeuger, 1.262 Hektar Fläche sowie 63.032 Hektoliter fertiger Wein verzeichnet.

In seiner „Wahl-Heimat“ ist Merlot unter anderem Bestandteil einer Vielzahl von DOC-Weinen, namentlich Aprilia, Assisi, Bagnoli di Sopra, Bolgheri, Breganze, Capriano del Colle, Carso, Castelli Romani, Circeo, Colli Altotiberini, Colli Berici, Colli Bolognesi, Colli del Trasimeno, Colli dell’Etruria CentraleColli Bolognesi Classico, Colli di Conegliano, Colli di Faenza, Colli di Scandiano e di Canossa, Colli Etruschi Viterbesi, Colli Orientali del Friuli, Colline Lucchesi, Collio Goriziano, Colli Morenici, Contea di Sclafani, Contessa Entellina, Controguerra, Delia Nivolelli, Franciacorta, Friuli-Annia, Friuli Aquileia, Friuli Grave, Friuli Isonzo, Friuli Latisana, Garda Colli Mantovani, Garda, Lago di Corbara, Lison Pramaggiore, Maremma Toscana, Mantovani del Garda, Menfi, Montello e Colli Asolani, Vini del Piave, Pomino, Rosso Orvietano, Sant’Antimo, Sciacca, Südtirol, Terre di Franciacorta, Trentino, Valdichiana und Valcalepio.


Herstellung

Nach der Ernte der Merlot-Trauben, der sogenannten Lese, werden diese in eine Presse gegeben. Bei diesem Vorgang wird Traubenmost gewonnen, welcher dann weiter für die Weinherstellung genutzt werden kann. Der als „Trester“ bezeichnete Rückstand, etwa Haut, Stiele und Kerne der Trauben, werden meist für Grappa oder andere Tresterbrände weiter verwendet. Insgesamt muss der Prozess der Mostgewinnung daher sehr behutsam erfolgen, da durch zu intensives Pressen Teile des Tresters mit in den Most geraten könnten, wodurch dieser einen ungewünschten Geschmack erhalten würde.

In einem nächsten Schritt wird der Most gefiltert, um ihn von Schwebteilchen zu befreien. Zum Teil wird der Most noch mit Traubenmostkonzentrat weiter veredelt. Dann ist es schon so weit: das fertige Zwischenprodukt wandert in ein Fass und der Gärungsprozess wird eingeleitet. Merlot wird häufig in Eichenfässern (Barrique) gelagert, da dies seinem Aroma sehr zuträglich ist.


Merlot2

Geschmack & Mehr

Wie zuvor bereits angesprochen handelt es sich bei Merlot um eine Rebsorte, welche zumeist als sogenannter „Cuvéepartner“ in Erscheinung tritt, sprich, mit anderen Trauben gemeinsam zu einem Wein gekeltert wird. Ein beliebtes Pairing sind dabei Merlot und Cabernet Sauvignon. Es finden sich allerdings auch reine Merlot-Weine, welche zum Beispiel aus der Schweiz oder aus Übersee kommen.

Merlot-Weine überzeugen in der Regel durch ihr vollmundige Fruchtigkeit und sich sehr körperstark. Ein gutes Exemplar verfügt über weiche Tannine und feine Noten von dunklen Beeren. Wenn der Wein länger gelagert wird, entfaltet er zudem edle Aromen von frischen Kräutern. Auch Noten von Schokolade oder Teeblättern können, je nach Wein, vom Kenner herausgeschmeckt werden. Merlot-Weine sind in der Regel von einem tiefen Rot, jedoch kann dies, je nach Pairing oder Mischverhältnis, deutlich changieren.

Allerdings ist es kein leichtes Unterfangen, den Geschmack, welchen die Rebart dem fertigen Wein verleiht, genau auf den Punkt zu bringen – viel mehr als für das Aroma sorgt die Merlot-Traube nämlich für das Mundgefühl („Textur“) des Weines. Dennoch lässt sich, neben den oben bereits aufgeführten Eigenschaften festhalten, dass es sich bei Merlot-Weinen um unkomplizierte und angenehm trinkbare Weine handelt, welche lediglich einen leichten Tanningehalt aufweisen.

Das geringe Tanninaufkommen im Merlot ist gleichzeitig auch die Erklärung dafür, warum er besonders gern als Cuvéepartner verwendet oder aber in Teilen einem anderen Wein zugegeben wird, so dass ein sogenannter Mischwein entsteht: er gleicht einen stärkeren Gehalt von Tanninen sanft aus und sorgt so für ein harmonischeres und fruchtigeres Bouquet. Gleiches gilt für die Paarung von Merlot mit weniger reifen Trauben oder solchen mit einem hohen Säuregrad.

Der Alkoholgehalt von Merlot-Weinen liegt meist im mittleren Bereich, kann jedoch auch etwas höher als gewöhnlich ausfallen.

Besonders hochwertig sind Merlot-Weine dann, wenn die Trauben besonders lang reifen konnten und dem Endprodukt somit edel ausgeprägte Fruchtaromen verleihen. Weine aus reifen Merlot-Trauben lassen sich zudem besser lagern als solche aus früh gelesenen Trauben.

Bei zwei der besten Rotweine der Welt, dem Château Pétrus und dem Le Pin, handelt es sich um Merlot-Weine.


Merlot4

Haltbarkeit

Angaben zur Haltbarkeit von Merlot-Weinen lassen sich nur schwer machen, da es hier nicht den „einen“ Wein, sondern eine Vielzahl an verschiedenen – und somit auch unterschiedlich lange haltbaren – Weinen gibt.

Nichts verkehrt machen kann man bei einem Qualitätswein als Verbraucher, wenn man ihn nicht länger als 3 Jahre einlagert, bevor man ihn genießt. Durch einen längeren Alterungsprozess hat der Merlot-Wein die Chance, noch weicher und angenehmer in der Textur zu werden. Es kann gleichzeitig jedoch auch passieren, dass seine ausgewogenen Frucht- und Kräuternoten verloren gehen und der Wein somit an Aroma einbüßt.

Tipp: Rat vom Fachmann einholen – Winzer und Weinhändler wissen am besten, welcher Wein wie lange zuhause eingelagert werden kann.

Nährwertangaben

Pro 100 g enthält ein durchschnittlicher Merlot-Wein etwa 83 kcal. Er ist fettfrei (0 g Fettgehalt) und enthält nahezu kein Eiweiß (0,1 g Proteine). Von 2,5g Kohlenhydraten, die der Wein auf 100 g enthält, sind 0,6 g Zucker. Ballaststoffe enthält der Merlot keine.

Trinken & Servieren

Merlot-Weine werden in aller Regel bei einer Temperatur zwischen 16 und 18° C genossen; durch Unterschiede zwischen den verschiedenen Weinen kann es aber zu Abweichungen bei der empfohlenen Trinktemperatur kommen. Bei Weinen mit Merlot-Anteil ist es wichtig, stets ein großes Glas zu verwenden. So kann sich eine große Oberfläche ergeben, was insofern von Vorteil ist, da sich bei Merlot-Weinen, wie bei vielen dunklen Rotweinen, dort die meisten Aromen entfalten.

Wozu passt Merlot?

Durch seinen geringen Anteil an Säure sowie seinen fruchtigen und samtigen Geschmack harmoniert Merlot mit einer vielen verschiedenen Speisen. Pikante Aromen und leicht würzige Speisen bilden mit seiner Milde die perfekte Genussbalance.

Zu einem schönen Glas Merlot-Wein am Abend eignen sich so insbesondere pikante Snacks wie etwa Salzstangen, Erdnüsse oder Cracker. Auch sehr gut zum Merlot passt frisches Weißbrot mit gesalzener Butter. Vorsicht: wenn es um Merlot geht, sind Wein und Käse kein „Match made in Heaven“ – die beiden vertragen sich nämlich gar nicht besonders gut! Allein ein junger Brie und ein leichter Merlot lassen sich gut zusammen genießen, ansonsten ist von der bekannten Kombination in diesem Falle eher abzuraten.

Als Begleiter zum Menü ist Merlot-Wein äußerst unkompliziert, denn er eignet sich ebenso gut zu Hauptgerichten mit Fleisch wie auch zu Fisch oder Meeresfrüchten. Hierzulande und in Europa wird der Wein häufig zu Lamm- und Rindfleisch gereicht. Wichtig ist allerdings hierbei, dass intensive Gewürze oder Kräuter, wie zum Beispiel Rosmarin oder Knoblauch, nur dezent eingesetzt werden sollten. In anderen Teilen der Erde, etwa in Südamerika oder Asien, wird Merlot-Wein eher zu Schwein kombiniert, was ebenfalls eine äußerst gelungene Kombination darstellt. Auch Speisen mit Geflügel oder Wild kann ein Merlot-Wein bereichern – wichtig ist hierbei ebenfalls, kräftige Gewürze zu meiden und bei Wild auf Beizen oder Marinieren zu verzichten. Falls zum Fleisch eine dunkle Soße gereicht wird, kann man diese gut mit einem Schuss des Begleiter-Weines verfeinern. Insbesondere stark gebratenes Fleisch, wie etwa Steak oder Roastbeef, passen sehr gut zu Merlot. Auch zum Grillen ist der Wein perfekt geeignet.

In Bezug auf die Kombination von Merlot mit Fisch, Garnele und Co. sollte lediglich beachtet werden, einen leichten Wein zu wählen, der das meist vergleichsweise eher dezente Aroma der Meeresbewohner nicht übertönt.

Merlot-Weine harmonieren am besten mit Herbstgemüse: ob Wirsing und andere Kohlarten oder Schwarzwurzel – bei den intensiven Aromen dieser Sorten entfaltet sich der Wein besonders gut. Auch Speisen mit Steinpilz, Morchel oder Trüffel sind gut zur Begleitung durch Merlot geeignet.

Im Dessert ist Merlot eine etwas ungewöhnlichere Wahl, aber auch hier macht er sich ganz vortrefflich. Wunderbar lässt er sich zum Beispiel mit roten Früchten aller Art kombinieren – von Erdbeeren über Himbeeren und Blaubeeren bis hin zu Johannis- und Stachelbeeren eine feine Komposition. Ob Sommer oder Winter spielt ebenfalls keine Rolle: ein Merlot-Wein macht sich ebenso gut im frischen Fruchtspiegel zum leichten Käsekuchen oder einem selbstgemachten Vanilleeis wie im Glühweinparfait oder dem weihnachtlichen Gewürzkuchen.

Empfehlungen

Und zu guter Letzt: vier Weinempfehlungen – zwei Italiener und zwei Franzosen, klassisch mit dem  Cuvéepartner Cabernet Sauvignon und völlig „pur“. Cheers!

Talia Merlot Cabernet IGP Sicilia

Gekeltert aus Merlot und Cabernet Sauvignon weist dieser feine Wein eine große dichte von herrlichen Aromen auf: fruchtige Johannisbeere trifft auf frische Minze und dezente Noten Zedernholz. Der Wein ist Struktur- und Körperstark und harmoniert durch seine Fülle und Aromenvielfalt besonders gut mit Wild und dunklem Fleisch.

Tenute Mokarta Merlot Cabernet IGP Terre Siciliane

Dieser Purist hat lediglich die Merlot-Traube als Ausgangszutat. Er kommt eher trocken und samtig daher. Feine, fruchtige Aromen von roten Früchten, insbesondere Kirsche und Pflaume, finden sich in dem edlen Wein. Vielseitig und mit ausgeprägtem Körper ist er besonders zur Begleitung von Fleischgerichten aller Art, aber auch zu leichteren Vorspeisen gut geeignet.

Château de Barbe Blanche

Dieser französische Rotwein aus dem schönen St. Émillion und wird aus Trauben von Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gekeltert. Der elegante Wein weist herrliche Noten von Mokka und roten Früchten auf und schmeckt insbesondere zu Rindfleisch sehr gut.

Château La Commanderie

Ebenfalls auf die klassische Kombination von Merlot und Cabernet Sauvignon setzend überzeugt dieser Rotwein durch eine ausgewogene Würze sowie feinen Aromen von Pflaume, Tabak und dunkler Schokolade. Der Wein ist weich und ausgewogen und harmoniert so vortrefflich mit Fleischgerichten aller Art sowie Fisch und Gemüse.


Bilder:
https://pixabay.com/de/wein-rotwein-glas-trinken-alkohol-541922/
https://pixabay.com/de/essen-tisch-rotwein-gedeck-teller-805942/
https://pixabay.com/de/wein-weinreben-reben-natur-340891/
https://pixabay.com/de/kork-wein-pf%C3%BCtze-stopfen-alkohol-164529/

ich

Um einen Wein wirklich verstehen zu können, braucht es mehr als das Wissen über die Rebsorte und die Herstellung.

Hier möchte ich die Fragen beantworten, die sich mir selbst im Laufe meiner Wein-Trinker-Karriere gestellt habe.